Grundsätze

Archäologische Arbeit als Dienstleistung

Wir verstehen unsere Arbeit als eine Dienstleistung für die Gesellschaft. Die Archäologische Bodenforschung will die Öffentlichkeit über die Ergebnisse ihrer Arbeit informieren und versuchen, ihr den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Wert der archäologischen Quellen näher zu bringen. Wir informieren insbesondere die politischen Entscheidungsträger, die kantonalen Fachstellen und private Bauherren über den Wert von archäologischen Fundstellen. So schaffen wir die Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang unserer Gesellschaft mit dem archäologischen Kulturgut. Zudem beraten wir private und öffentliche Bauherrschaften im Vorfeld von Bodeneingriffen.

Das frühere Basel wird erlebbar

Mit unserer Arbeit versuchen wir, die Lebensumstände früherer Bewohner von Basel und die Stadtentwicklung nachvollzieh- und erlebbar zu machen. Wir erschliessen laufend bisher unbekannte archäologische und historische Quellen für die Rekonstruktion der Kantons- und Stadtgeschichte. Insgesamt sind heute ca. 2'150 Fundstellen bekannt, welche die Geschichte von Basel bis über 100'000 Jahre zurück beleuchten. Die bauliche Entwicklung Basels der letzten 2'000 Jahre, von der spätkeltischen Siedlung im Gebiet der Novartis AG und der Nordtangente sowie der spätkeltischen Befestigungsanlage auf dem Münsterhügel, bis hin zur mittelalterlichen Stadt und zur heutigen Grossstadt, kann dadurch immer besser nachvollzogen werden.

Archäologische Bodenforschung Basel – eine wissenschaftlich arbeitende Fachstelle

Wir verstehen uns als wissenschaftlich arbeitende Fachstelle, die das archäologische Kulturgut für die zukünftigen Generationen sichert und bewahrt. Bei jedem Bodeneingriff in eine archäologische Fundstelle, auch bei einer wissenschaftlichen Ausgrabung, geht unwiederbringlich Originalsubstanz verloren. Daraus entsteht eine besondere Verantwortung im Umgang mit archäologischen Fundstellen, besonders im Hinblick auf zukünftige Generationen. Ist eine Rettungsgrabung unausweichlich, so muss diese in jedem Fall wissenschaftlich korrekt durchgeführt werden. Unser Ziel ist es, Grabungsdokumentationen und Funde auszuwerten und für die Wissenschaft zu erschliessen. Dafür betreiben wir ein umfangreiches Archiv, welches als wissenschaftliche Quelle zum archäologischen Erbe für gegenwärtige und zukünftige Forschungen dient.

Vernetzt arbeiten – Synergien nutzen

Wir suchen die Kooperation mit anderen kantonalen Dienststellen und Institutionen in Basel-Stadt und schaffen so sinnvolle Synergien bei unserer Tätigkeit. Zudem arbeiten wir eng mit der Universität Basel, dem Historischen Museum Basel, der Basler Denkmalpflege und weiteren Basler Institutionen sowie mit schweizerischen Fachstellen für Archäologie zusammen.

Sicherung des archäologischen Kulturgutes

Wir setzen uns für einen nachhaltigen Umgang mit dem archäologischen Erbe ein, denn wir sind uns des einmaligen wissenschaftlichen und kulturellen Aussagewerts von archäologischen Fundstellen und der Verantwortung gegenüber diesem kulturellen Erbe bewusst. Wir setzen uns nicht nur für die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte, sondern auch für den Schutz ihrer Zeugnisse ein. Darum versuchen wir bereits in der Planungsphase von Bauvorhaben, den Substanzverlust am Kulturgut in den archäologisch sensiblen Zonen gering zu halten. Als Anwälte dieser wichtigen Zeitzeugnisse Basels bemühen wir uns um partnerschaftliche Lösungen.

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