Basel, 1250 n. Chr.: Schmale Gassen, hohe Türme

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Lage:

Schneidergasse 12, Durchgang links der Confiserie

Beschreibung:

Der Korridor links des Cafés durchquert einen Wohnturm, den man in das frühe 13. Jahrhundert datiert. Sein historischer Durchgang weist sandsteinerne Portale auf. Der hintere Teil des Cafés im Erdgeschoss liegt im Inneren dieses Turms. Durch eine Glasdecke kann man dessen Wände betrachten. Das teilweise offene Gässlein war früher unter dem Namen «St. Andreas-Gässlein» bekannt.
Im Keller des Hauses sind die Fundamente eines mächtigen Wehrturms aus der Zeit um 1200 zu sehen. Er hatte anscheinend nicht lange Bestand und wurde bald wieder abgebrochen.

Anlass:

Die Renovation des Hauses im Jahre 1983 führte zur Entdeckung der beiden Türme.

Zugang:

Die Wohnturm-Passage ist tagsüber zu besichtigen (ausser Sonntag). Das Fundament des Wehrturms im Keller ist nur geführt zu besichtigen (Gruppenführungen auf Anfrage bei Basel-Tourismus, oder für Fachleute der Archäologie und Basler Schulen bei der Archäologischen Bodenforschung).

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Literatur

  • Matt Christoph Philipp
    An der Schneidergasse. Archäologische Informationsstellen in der unteren Talstadt. Archäologische Denkmäler in Basel 3. Basel 2004.
  • d’Aujourd’hui Rolf, Matt Christoph Ph.
    Mittelalterliche Adelstürme und Steinbauten an der Schneidergasse. Basler Stadtbuch 1984, 219–230.
  • Matt Christoph Ph., Lavicka Pavel
    Zur baugeschichtlichen Entwicklung eines hochmittelalterlichen Siedlungskerns. Vorbericht über die Ausgrabungen an der Schneidergasse 4–12. BZ 84, 1984, 329–344.
  • Matt Christoph Ph.
    Beobachtungen zu einem mittelalterlichen Wehrturm – ältere und neuere Ausgrabungen in den Häusern Schneidergasse 12–16. BZ 87, 1987, 276.
  • Matt Christoph Ph.
    «mit maneger burc vil schone» – Turmbau zu Basel? In: Mille Fiori – Festschrift für Ludwig Berger zu seinem 65. Geburtstag. Forschungen in Augst Band 25 (Augst 1998) 303–311.

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