Basel, 1432 n. Chr.: Mönchszelle des Kartäuserkloster

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Lage:

Theodorskirchplatz 7: im Garten neben dem Pulverturm

Beschreibung:

Das heutige Waisenhaus wurde 1669 im ehemaligen Kartäuserkloster, der Kartause, eingerichtet. Das Kloster ist eine Stiftung des Oberstzunftmeisters Jakob Zibol aus dem Jahre 1401. Es überlebte die Reformation und wurde erst beim Tod des letzten Bruders im Jahr 1564 aufgehoben. Die Mönche des Kartäuserordens beachteten ein strenges Schweigegebot. Sie lebten und arbeiteten getrennt in einzelnen Häusern und bestellten den eigenen Garten.
Jedes einzelne rund 15 x 14 m grosse Areal war zu drei Vierteln mit einem Gemüsegarten belegt und in einer Ecke stand das Wohnhaus des Mönchs. Die ausgegrabene Mönchszelle wurde während des Basler Konzils 1432 vom Kartäuser Kardinal Nikolaus Albergati gestiftet.

Anlass:

Im Hinblick auf die 600-Jahr-Feier der Basler Kartause (2001) wurde das Fundament eines der 16 Zellengebäude ausgegraben und im Grundriss markiert.

Zugang:

Der Garten des Waisenhauses ist während des Tages geöffnet und kann frei betreten werden (Nähe Tramhaltestelle Wettsteinplatz). Eine Informationstafel beim Pulverturm erklärt die Situation.

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Literatur

  • Asal Walter
    Bürgerliches Waisenhaus Basel in der Kartause 1669–1996. 149. Neujahrsblatt, herausgegeben von der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige, Basel 1971.
  • Baer C.H.
    Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt Band III. Basel 1941, 449–504.
  • Boos Heinrich
    Klosterleben. St. Klara. Klingental. Karthaus. In: Historisches Festbuch zur Basler Vereinigungsfeier 1892. Basel 1892, insbes. 153–165.
  • Murbach Ernst
    Kartause. Das Bürgerliche Waisenhaus in Basel. Schweiz. Kunstführer 1969.
  • Wackernagel Rudolf
    Beiträge zur geschichtlichen Topographie von Klein-Basel. In: Historisches Festbuch zur Basler Vereinigungsfeier 1892. Basel 1892, insbes. 223–241, 272–278.

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